Untitled

»  Erstellt in Lyrics von Holger Schöttle, Dienstag, 8. September 2009

Im Schatten dort verweile ich,
mein Herz gefällt sich hier.
Steinernd bleich,
mit Lippen aus Beton.

Dunkle Ecken wandeln mich,
verlieren Reiz und machen Mut.
Dunkle Ecken schinden mich,
warte nicht und es wird gut.

Tritt nicht hervor,
bleib nicht stehen.
Was reißt an mit,
was kann und will ich sehen?


G.E.O.

»  Erstellt in Lyrics von Holger Schöttle, Samstag, 14. April 2007

Gedanken – Skizze
Stütze
dich auf das Auge
im Wandel der Unruhe,
das Leben und leben
sind zwei paar Schuhe,
die unverhüllt am Wegrand stehen,
von den meisten ungesehen.
Vielleicht malst du Steinchen in dies Buch,
vielleicht Worte drum herum
- es ist nur ein Versuch,
zu halten,
was in kleinen Falten
auf der Stirn
dein Gemüt umschlingt
und dir (un)sanft wilde Träume bringt.

(An C.O. irgendwann 2005)


Untitled

»  Erstellt in Lyrics von Holger Schöttle, Donnerstag, 8. März 2007

empty paper
Ein leeres Blatt Papier,
unter eisgekühlter Hand,
das mich zu Worten zwingt,
die meine Augen sahen,
aus lärmender Leere,
die dich sahen
in stiller Menge – bei dir blieben.

Wie töricht die Menschheit
das Schöne mit Worten straft,
verschlungen, verirrt und doch
nichts zu sagen vermag.

Im Kämmerlein beim stillen
Anblick glühender Fenster,
in den Straßen dieser Stadt,
allein mit sich und dunkler Nacht

erahnt man das Schweigen
um die Gestalten zur Hand,
die frierend bei mir blieben,
die ich an diesem Orte fand.

(irgendwann in 2004, heute gefunden)


Die unnötige Geschichte über Dächer, die auf Köpfe fallen

»  Erstellt in Lyrics von Holger Schöttle, Freitag, 1. Dezember 2006

Nach langer Zeit der Schaffenspause, bin ich am letzten Wochenende wieder dazu gekommen ein paar Zeilen niederzuschreiben. Die möchte ich gern mit euch teilen, da ich denke, dass es eine kleine Geschichte ist, die jedem etwas sagen sollte und naja, Literatur ist eben da um gelesen zu werden.

Die Kurzgeschichte im PDF-Format


Allein zu Haus

»  Erstellt in Lyrics von Holger Schöttle, Dienstag, 29. August 2006

Der Parkplatz ist still,
in der Nachbarschaft verglühen die Fenster,
eines nach dem anderen wenden sich vom Licht,
der Regen hat sie kalt gemacht.

Dein Fehlen fängt mich hier,
auf der kleinen Höhe in der Luft,
den Himmel wähnend, Wolken nur,
über und über nichts als graue weite Welt.

Wie das Herz mir springt,
seh ich nur dein Bild in meinem Sinn,
zerreißt es mich dich in den Arm zu schließen?
Warten ist so widerlich, einsam und enttäuschend.

Will die Nächte nicht mehr zählen,
trister Musik ohne die Farbe deiner Stimme,
die mich friedlich schlafen lässt,
an einem liebevollen Ort.

Der einzigen Heimat,
der ich alles gegeben und anvertraut,
der einzigen Heimat, die mich liebt,
der einzigen, die nichts ist ohne dich.

“Your distance is darkness”


reflection class

»  Erstellt in Lyrics von Holger Schöttle, Samstag, 17. Juni 2006

Aus dem furchtbaren Versuch die Augen zu schließen, entsteht das ängstliche Wachen, die Unruhe um deine wackligen Füße, draußen in den verregneten Straßen der Stadt. Dein Wort findet wieder kein Gehalt, ich schniefe, tropfe, sterbe hier, wenn es brotlos dumm aus aller Welt, trist an meine Ohren schallt.

Wähnend überfliege ich die lachhafte Gestalt aus meinem Spiegel, zieh die Braue auf halb rechts, schüttle nur den Kopf. Was bin ich hier, als nichts unter niemanden, der eine Graue im Schwarz und Weiß der Menge, die Zeit rinnt durch meine Finger, ich sehe behäbig dabei zu wie aus einem Glanz an den Medaillen alten Triumphs, die Sommerfliegen nagen, das Licht aus ihren Fugen stehlend, blass und bleich wie ich.

Auf der Straße lief ich, den Kopf ob meiner schweren Gedanken nach hinten geneigt, trafen nur Wolken meine Sicht, wurd starr und kalt mein Angesicht. Die hochmütige Fehlinterpretation des Sokrates obliegt dem Leichten meines Blicks, der aus der Schwere zu fliegen begann, von Sand in Wolken stach und alles, nur nicht mich, mit sich nahm, auf höhere Ideen.

Das Kellertor stand zu lang, entfernt, zu offen, sein Schmerz tat nicht mehr weh, sein Dunkel war vergessen. Es ist Zeit auf die gequälten Stufen zurückzukehren, solange es noch geht, die Tugend aus der Furcht zu heben, den Blick hinab in ruhigen Sand. Wenn nicht von selbst, wie sollte es auch, muss man erzwingen, die Stimme schließen, das Licht gedämmt, mit “Der Faust” muss es gelingen. Die ersten Schritte erst, wenn überhaubt, sind schon getan, von dem unbezwingbaren Wege in ein glücklicheres Leben, in eine Zukunft unter anderen Menschen, in ein Dasein mit dir.

Ich schäme mich um die Selbstherrlichkeit aus dieser Zeit, die ich mit Worten nur bekämpft – im Geiste jedoch siegen ließ. Verzeih dies Spektakel, ich bin nur ein dummer Knecht, der auf dem Thron, den er vertauscht mit einem Schemel, sitzt und nicht weiß wie man das Zepter schwenkt.

Gäbe es den Glauben, ich hätte ihn verloren; jetzt gefunden?


 
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